Bewegung pur! Für alle Laufbegeisterten ist Turnierhundsport die optimale Möglichkeit, diese Leidenschaft mit dem Hund zu teilen. Viele umschreiben den THS deshalb auch als „Leichtathletik mit Hund“.

Unter dem Motto „Fit und gesund, durch Sport mit dem Hund“ vereint der Turnierhundsport das gesamte Spektrum vom Breitensport bis hin zum Spitzensport. Durch differenzierte Anforderungen an das Leistungsvermögen der Teams wird der Einstieg in den Hundesport leicht gemacht und schafft vor allem auch für Kinder und Jugendlichen eine attraktive Freizeitmöglichkeit.

Mensch und Hund sind gleichberechtigte Partner im Team – und sie bringen sich zu gleichen Teilen in das Ergebnis ein. Somit spielt für den Erfolg die Art des Hundes nicht die entscheidende Rolle.

Für wen ist THS geeignet?

Turnierhundsport (THS) ist grundsätzlich für Menschen jeden Alters und für Hunde aller Rassen möglich. Durch die Aufteilung in Altersklassen und der getrennten Wertung von Männern und Frauen wird sportliche Fairness geschaffen.

Diese Sportart eignet sich für jeden, der Spaß am Laufen hat.

Die vielseitigen Anforderungen des THS machen es aus, das es nicht die Hunderasse gibt, die besonders prädestiniert für den THS ist. Es gibt keine andere Hundesportart mit einem größerem Rassenmix auf dem Siegertreppchen.

THS wird als Freizeitsport, Breitensport und natürlich auch als Leistungssport bis hin zu Deutschen Meisterschaften betrieben. Auf Breitensportlichem Niveau genügt bei Herrchen oder Frauchen eine durchschnittliche Körperliche Fitness, wo normalerweise kein ergänzendes Konditionstraining nötig ist. Für Leistungssportler sieht das anders aus, hier ist die körperliche Fitness des Hundeführers von großer Bedeutung.

Prüfungsdiziplinen

Angeboten werden unterschiedliche Prüfungsarten und Disziplinen. Zu den Prüfungen zählen der Vierkampf, der CSC und der Geländelauf. Daneben gibt es mit dem Hindernislauf, dem Shorty und dem QSC noch Disziplinen, bei denen die Begleithundeprüfung keine Voraussetzung ist.

Vierkampf

Die Königsdisziplin im THS, in der die Disziplinen Gehorsam, Hürdenlauf, Slalom und Hindernislauf zusammengefasst werden. Der Vierkampf wird in zwei Prüfungsstufen ausgetragen (VK 1 und VK 2).

Gehorsamsübung

Als Ausgleich zu Tempo und Geschwindigkeit wird im Gehorsam auf eine korrekte und exakte Ausführung geachtet. Dazu zählen Übungen wie Leinenführigkeit, Freifolge, Sitz- und Platzübung und beim Vierkampf 2 auch die Stehübung.
Jedes Team ist bestrebt, so perfekt wie möglich die Übungen auszuführen, um möglichst nahe an die Maximalpunktzahl von 60 heranzukommen.

Hürdenlauf

Der Hürdenlauf verlangt vom Hundesportler gleich zwei Anforderungen: Schnelligkeit und Technik. Je nach Prüfungsstufe läuft der Hundeführer neben den Hürden her oder überläuft diese zusammen mit seinem Vierbeiner. Die Laufstrecken sind zwischen 50 und 80 Meter lang und es sind 3 bzw. 6 Hürden zu bewältigen. Neben der Laufzeit ist für eine fehlerfreie Bewertung das parallele Überlaufen der Hürden ohne Stangenabwurf wichtig.

Slalomlauf

Der Tanz zwischen den Toren: 7 Tore mit einer Breite von 1,40 Meter in einem Zick-Zack-Kurs auf einer Gesamtlänge von 75 Metern gemeinsam mit dem Hund zu bewältigen – und das so schnell wie möglich. Um Strafpunkte zu vermeiden, müssen Hundeführer und Hund gemeinsam die Tore passieren und keine Stange auslassen.

Hindernislauf

Auf einer Gesamtlänge von 75 Metern sind auf einer Gerade für den Hund 8 unterschied- liche Hindernisse zu überspringen, der Hundeführer sprintet nebenher. Gewertet wird wieder nach Zeit und Fehlerpunkten (Auslassen eines Hindernisses, Stangenabwurf, usw.). Kaum zu glauben, aber trotz der Hindernisse ist der Hund meistens noch eher am Ziel als sein Teampartner.

CSC – Combinations-Speed-Cup

Der CSC ist als Mannschaftswettkampf ähnlich eines Staffellaufes konzipiert – nur ohne Übergabe eines Staffelstabes. Der Parcours ist in drei Sektionen mit Hindernissen, Hürden, Slalomtoren und Wendestangen aufgeteilt. An jedem dieser Sektionen steht ein Team. Gestartet werden darf erst, wenn der vorherige Läufer sein Ziel erreicht hat. Die Freigabe für den Startwechsel erfolgt in der Regel durch Pfiff. In der Gesamtwertung hat am Ende die Mannschaft mit der niedrigsten Gesamtzeit (Laufzeit plus Fehlerpunkte) die Nase vorne.

Geländelauf

Entstanden aus der Trimm-Trab-Bewegung der 70er Jahre wird der Geländelauf über eine Distanz von 2.000 und 5.000 Metern ausgetragen. Der Geländelauf ist eine schöne Abwechslung für ausdauerbewusste Menschen, die das Lauferlebnis mit ihrem Hund teilen wollen. Im Wettkampf wird der Hund stets an der Leine geführt.